Die Arbeiten an den elf Grüften im ersten Bauabschnitt gehen gut voran. Diplom-Restauratorin Stefanie Wand berichtet, dass in der 32. Kalenderwoche mit dem Eindecken begonnen werden kann. Die Dachstühle sind alle fertig gestellt und auch ein Teil der Lattung ist bereits angebracht.

Sanierung Stadtfriedhof Ansbach. Foto: Alexander Biernoth

Mittelfrankens Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer und Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner haben sich vor Ort einen Überblick über den Fortgang der Sanierung der Grüfte auf dem Stadtfriedhof verschafft. Beide zeigten sich sehr erfreut, dass die Arbeiten an den ersten elf Grufthäusern westlich der Heilig-Kreuz-Kirche gut vorangehen.

Die Decken der Grüfte werden derzeit erneuert. Olivia Euba (M.Sc. Umweltingenieurwesen, M.A. Denkmalpflege) von der Firma ProDenkmal berichtet, dass die Decken nach dem historischen Vorbild mit einer Sparschalung und einer Bockshaut darüber und darunter aufgebaut werden. Der Mörtel besteht aus Strohhäcksel und Tierhaaren. Dies sei, so Euba, ein bewährtes System, das bei historischen Gebäuden oft angewandt werde.

Diplom-Restauratorin Stefanie Wand berichtet, dass Anfang Juli wahrscheinlich an den Grüften 8 bis 11 die Gerüste abgebaut werden können, weil die Arbeiten am Dach und den Decken abgeschlossen sein werden. Sie berichtet auch, dass sowohl in der Gruft wie auch in der Gruft 11 sogenannten Revisionsöffnungen in die Decken eingebaut werden, um in Zukunft einen Zugang zum Dachstuhl zu haben.

Wie werden die Grufthäuser eingedeckt? Diese Frage beschäftigt derzeit die Bachfachleute auf dem Stadtfriedhof. In dieser Woche wurden verschiedene Ziegel vorgestellt und am Mittwoch, 26. Mai soll diese Frage mit der Gebietsreferentin des Landesamtes für Denkmalpflege endgültig geklärt werden.

Die Sanierungsarbeiten auf dem Ansbacher Stadtfriedhof liegen voll im Zeitplan. Bauleiterin und Diplom-Restauratorin Stefanie Wand ist zuversichtlich, dass die ersten elf Grüfte auf der Westseite des Nordzugangs zum Stadtfriedhof in der vorgegebenen Zeit fertiggestellt werden können.

Die Ehrenhalle westlich des Eingangs – Gruft 2 – bereitet Sorgen: Der Nordgiebel ist in einem sehr maroden Zustand und Diplom-Restauratorin Stefanie Wand ist immer noch verwundert, dass die Steine immer noch halten.

Der Motor ist im Ruhestand, aber das Werk läuft weiter: Der Ansbacher Dekan Hans Stiegler ist am 30. April 2021 im Rahmen eines Gottesdienstes in der Johanniskirche in den Ruhestand verabschiedet worden.

Die Sanierungsarbeiten bringen Erstaunliches zu Tage und stellen die Fachleute vor immer neue Herausforderungen. Die Gruft Nummer 10 wurde nun geöffnet und mit Erstaunen wurde festgestellt, dass diese noch belegt ist.

Derzeit werden die Dächer der Grüfte im ersten Bauschnitt aufgedeckt. Laut Bauleiterin und Diplom-Restauratorin Stefanie Wand sind sehr viele der Ziegel nicht mehr zu verwenden. Sie sind größtenteils aufgefroren und können aufgrund des schlechten Zustands nur noch entsorgt werden.